Eigentlich sollte dies ein Artikel werden. Aber mittlerweile ist die Bücherzahl so hoch, dass ich die Artikelreihe nach Familienmitgliedern aufteile. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Klaus` Buchliste:

Laura Decker

Dieses Buch wollte eigentlich Leia lesen. Als Inspiration habe ich es natürlich sofort gekauft. Leider hat sie es dann doch nicht gelesen. Deswegen fange ich jetzt an es zu lesen und bin gespannt wie es ist. Bericht wird nachgeliefert.

 

 

 

 

Peter V. Brett the Demon Cycle

Eine Fantasy Geschichte die es in sich hat. Dieses Buch ist schon fast Familiengeschichte. Den ersten Band habe ich gelesen, da war Manuela schwanger mit Leia. Jetzt nach 12 Jahren ist dann auch endlich der letzte Band dieses 5 bändigen Zyklus erschienen.
Die Geschichte handelt von dem jungen Arlen, der in einer Welt aufwächst, in der nachts Monster aus dem Boden aufsteigen und die nur durch geeignete Bannzeichnungen (Bemalungen an Häusern) abgewehrt werden können. Es gibt keine Möglichkeiten die Monster zu besiegen, also schützen sich die Menschen auf passive Weise und arrangieren sich mit dem nächtlichen Terror. Nur tief im Süden gibt es ein Volk, welches mit enormer Opferbereitschaft diesen Bestien entgegenstellt. Bei diesem Volk gibt es den jungen Jardir, der seinen Aufstieg durch alle Kasten bis zum Führer dieses Volkes schafft. Sowohl Jardir und Arlen wollen die Welt von den Monstern befreien, aber ihre zunächst entwickelte Freundschaft ändert sich zu Feindschaft und einem später zwangsweise hergestellten Burgfrieden.
Die einzelnen Bücher sind jeweils aus der Perspektive von anderen Hauptpersonen dargestellt. So wechselt die Haupterzählperspektive von Arlen zu Jardir zu … und so weiter. Dadurch hat jedes Buch seinen eigenen Charme. Leider hat der letzte Band diesen Charme nicht mehr. Man hat mehr den Eindruck, jetzt müssen die ganzen losen Enden verbunden werden und es wird teilweise etwas haarsträubend. Sofern man das überhaupt sagen kann, bei einem Fantasybuch. Aber es passt nicht ganz so gut, wie die anderen Bücher.
Insgesamt aber ein absolut tolles Gesamtwerk. Wer GoT mag, sollte das ebenfalls lesen.

Ken Scholes Legend of Isaak

Eine Buchreihe fast so alt, wie die von Peter V.Brett. Hier geht es um eine … Welt, in der Isaak ein Überbleibsel der alten Zeit seinen Sinn und Zweck nach Anwendung eines apokalyptischen Zauberspruchs sucht.
Dabei entwickelt sich im Laufe der Geschichte eine sehr grosse Verschwörung, die zum Untergang der bekannten Welt geführt hat. Ganz besonders spannend ist dabei, wie durch geschickte Manipulation von Personen Ereignisse ausgelöst werden. Eigentlich ist dieses Buch in Teilen ein Lehrstück dafür, wie man Menschen zu Handlungen treiben kann, ohne dass sie merken warum.
Wer sich an Star Trek – … erinnert und dort den Cardassianer Garak mochte, wird an mindestens einer Hauptperson seine helle Freude haben.
Auch diese Buchreihe aus 5 Büchern hat 11 Jahre zur Fertigstellung gebraucht. Leider sind nur die ersten 3 Bände übersetzt worden, so dass ich den Rest auf Englisch lesen musste. Diese Buchreihe hält die Spannung und den guten Erzählstil bis zum Ende durch und ist daher m.E. nach besser als der Demon Cycle.

Blackout

Ein Roman, der mir von einem Arbeitskollegen empfohlen worden ist. Er handelt über einen Stromausfall in Europa und welche Folgen dass haben kann. Mit einer hohen Erwartungshaltung bin ich an dieses Buch gegangen.
Leider wurde diese überhaupt nicht erfüllt. Vielleicht bin ich aber auch eher ausschweifende Schreibstile gewohnt (Herr der Ringe, Der Schwarm, s.o., usw.) Dieser Roman war mir einfach zu einfach geschrieben. Die Charaktere werden nicht sauber ausgearbeitet, sondern es geht mehr um die faktischen Dinge, die passieren können. Mir ist das zu wenig. Ich möchte gerne etwas über Gefühle und persönliche Entwicklungen von Personen lesen. Was passiert wenn der Strom ausfällt, dafür reicht mir eine Aufzählung. Dafür brauche ich keinen Roman. Die dazugebastelte Rahmenhandlung fand ich auch nicht spannend genug.

Brian Sanderson – Sturmlicht Chroniken

Ein Buch, welches ich garnicht kannte, sondern einfach auf „gut Glück“ bestellt habe. Ebenfalls eine Fantasy-Geschichte, bei der es zunächst um einen Sklaven geht, der sich plötzlich auf einem sinnlosen Schlachtfeld wiederfindet. Die herrschenden Fürstentümer führen einen Krieg gegen ein relativ kleines Volk. Allerdings ähnelt dieser Krieg mehr einem Stellungskrieg und hat sich über die Jahre so entwickelt, dass man eigentlich nur noch des Ansehens wegen Scharmützel eingeht. Man hat es sich halt bequem gemacht.
Währendessen braut sich aber grösseres Unheil zusammen, aber kaum einer will die Gefahr wahrnehmen. Sehr schön werden die Charaktere vom Sklaven bis zum König ausgearbeitet. Eine sehr schöner sanfter beschreibender Schreibstil kombiniert mit wunderschönen Illustrationen lassen einen in diese Welt abtauchen. Die Buchreihe ist noch nicht fertiggestellt, aber die ersten drei Bände kann man schon lesen.
Insgesamt haben mir die Bücher bis jetzt sehr gut gefallen, allerdings sind sie doch eher Fantasy-Mainstream und nicht zu vergleichen mit bspw. mit Legend of Isaak, welches wirkliche „Neuheiten“ beinhaltete.

Mark Brandis

Das ist eine Jugendbuchreihe aus den 70/80er Jahren. Als ich ein Kind war habe ich diese Bücher verschlungen. In den Sommerferien nahm ich mir eine Packung Toastbrot mit Ketchup und bin den ganzen Tag nicht aufgestanden, weil ich unbedingt diese Bücher lesen wollte. Nachteil: Ich musste die Bücher aus der Bücherei ausleihen und es gab keine Übersicht in welcher Reihenfolge man sie lesen sollte. Denn die gesamte Reihe enthält immer wieder Rückbezüge auf vorherige Ereignisse und Personen. Ich besitze schon seit langer Zeit alle Bände als E-Book, aber bin nie dazu gekommen alle 32 Bände zu lesen. Jetzt habe ich sie tatsächlich alle gelesen.
Die Handlung geht über einen Raumschiffkommandant, der zunächst in einer halb-militärisch, halb zivilen Organisation arbeitet und Abenteuer im Weltraum erlebt. In der zweiten Hälfte der Buchreihe wird die UGzRR (DGzRS im Weltraum) gegründet und deren Vorsitzender wird besagter Mark Brandis.
Ehrlich gesagt ist die Handlung sehr ähnlich zum Verhalten von UBoot-Kommandanten angelegt. Manchmal ist es auch richtig schwer gewesen sich da durch zu quälen, weil der Schreibstil doch sehr veraltet ist, im Gegensatz zu modernen Büchern.
Aber ich möchte eines hervorheben, jetzt kann ich verstehen, wie diese Bücher mein Menschenbild geprägt haben. In der Geschichte besteht die Mannschaft aus gemischten Kulturen. Russen, Südafrikaner, Neger, Zigeuner, Deutsche, etc. Ich habe bewusst „Neger“ und „Zigeuner“ aus dem Buch zitiert. In der gesamten Reihe wird ganz offensiv sich damit auseinandergesetzt welche Folgen Rassenhass und Vorurteile gegenüber anders gläubigen, anders aussehenden und anders denkenden Wesen haben kann. Mark Brandis und sein Team stellen sich jeder Art von Diskriminierung und Totalisierung entgegen. Dabei werden die Begriffe „Neger“ und „Zigeuner“ zwar wortwörtlich genannt, jedoch immer in einem positiven Kontext und niemals als beleidigende oder nicht-wertschätzende Bezeichnung.
Ich möchte damit auf die aktuelle Diskussion bezugnehmen, dass heutzutage geglaubt wird, wenn man bestimmte Worte weglässt, dass dann die Diskriminierung auch weg ist. Meiner Meinung nach geht es mehr darum, anderen „dunkel pigmentierten Mitmenschen“ und „Menschen, die einer bestimmten sozialen Gruppe angehören“ nicht mit den vorgefertigten Vorurteilen zu begegnen und jeden Menschen respektvoll zu behandeln.
Beim Lesen der Buchreihe bin ich jedenfalls wieder darauf aufmerksam geworden, wie leicht es geschehen kann, dass einzelne mit rhetorischem Geschick sehr schnell in der Lage sind, Hass und Zwietracht zu sähen. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte sollte man dem entgegenwirken so gut man kann.
Zusammengefasst also eine Buchreihe mit zwar problematisch besetzten Begriffen, die jedoch inhaltlich eine Auseinandersetzung mit ganz aktuellen Themengebieten (bspw. Ost-West-Konflikt, Resourcen, Ethnische Probleme) etc. bietet. Selbst in dieser Buchreihe ist die „gute westliche Seite“ auch vom Wegfall ihrer selbstgesteckten hohen moralischen Ziele nicht immer gefeit (siehe aktuelle Amerika Diskussion